Hl. Dismas - Gedanken und Überlegungen

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Hl. Dismas

Heilige
Hl. Dismas (bitte für uns)
auch: Dimas, Dymas
auch: Zoathan

Gedenktag katholisch: 25. März
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Przemyśl und Messe an einigen Orten: 26. März
Messe an einigen Orten: 24. April
Übertragung der Gebeine in die Thomas-Kirche nach Mailand: 13. Juli

Gedenktag orthodox: 23. März

Schächer zur Rechten Christi
† um 30 in Jerusalem

Dismas hieß der Legende nach der reuige Schächer zur Rechten Christi, dem bei der Kreuzigung die Verheißung zuteil wurde: "Heute wirst du mit mir im Paradiese sein." (Lukasevangelium 23, 43). Apokryphe Legenden schildern ihn als den Räuber, der der Heiligen Familie bei der Flucht nach Ägypten

(Matthäusevangelium 2, 13 - 15) den Weg zeigte und sie in das Räuberhaus aufnahm; deshalb habe er als Belohnung die Gnade der Bekehrung am Kreuz erhalten.

Dismas wurde zuerst im Osten kultisch verehrt und in die Liturgie einbezogen als Vorbild vollkommener Reue. Im Westen wurde er erst im Mittelalter und besonders im Franziskanerorden verehrt. Das Martyrologium Romanum von 1962 nennt ihn, aber ohne Namen.

Außer in den Kreuzigungsdarstellungen erscheint Dismas unter den ersten Erlösten der Vorhölle neben Johannes dem Täufer sowie Adam und Eva. Sein Kreuz soll nach Zypern gelangt sein, wo er besonders verehrt wird. Ein Partikel seines Kreuzes und andere Reliquien wurden in Bologna verehrt.

Patron von Gallipoli in Apulien, der Fuhrleute und der zum Tode Verurteilten; für einen guten Tod



Aus dem Buch DER GOTTMENSCH, nach Visionen von Maria Valtorta
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Die von dem kleinen Platz vertriebenen Juden hören nicht auf zu beschimpfen, und der unbußfertige Räuber macht mit. Der andere, der nun mit immer größerem Mitleid die Mutter betrachtet und weint, rügt ihn hart, als er hört, daß auch Maria beschimpft wird.
   »Schweig! Erinnere dich, daß eine Frau dich geboren hat. Und vergiß nicht, daß unsere Mütter um ihre Söhne geweint haben. Es waren Tränen der Scham . . . weil wir Verbrecher sind. Unsere Mütter sind tot . . . Ich wünschte, ich könnte die meine um Verzeihung bitten . . . Aber könnte ich das? Sie war eine Heilige . . . Ich habe sie getötet durch den Schmerz, den ich ihr zugefügt habe . . . Ich bin ein Sünder . . . Wer verzeiht mir? Mutter, im Namen deines sterbenden Sohnes, bitte für mich!«
   Die Mutter erhebt einen Augenblick ihr schmerzgequältes Gesicht und sieht diesen Unglücklichen an, der durch die Erinnerung an seine Mutter und die Betrachtung der Mutter Jesu zur Reue gelangt; und es scheint, als liebkose sie ihn mit ihrem Taubenblick.
   Dismas weint nun stärker. Dies läßt den Hohn der Menge und des Gefährten noch zunehmen. Erstere schreit: »Bravo! Nimm dir die zur Mutter. Dann hat sie zwei Verbrecher als Söhne!« Und der andere ist noch schlimmer: »Sie liebt dich, weil du eine kleinere Ausgabe ihres Vielgeliebten bist.« 
   Jesus spricht nun zum ersten Mal: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!«
Dieses Gebet besiegt die letzte Angst des Dismas. Er wagt es nun, Jesus anzusehen, und sagt: »Herr, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst. Es ist gerecht, daß ich leide. Aber gewähre mir Barmherzigkeit und Frieden im anderen Leben. Einmal habe ich dich reden gehört, und töricht wie ich war, habe ich dein Wort abgelehnt. Nun bereue ich es. Ich bereue auch meine Sünden vor dir, Sohn des Allerhöchsten. Ich glaube, daß du von Gott kommst. Ich glaube an deine Macht. Ich glaube an deine Barmherzigkeit. Christus, verzeih mir im Namen deiner Mutter und deines heiligsten Vaters!«
Jesus wendet sich um, schaut ihn mit tiefem Mitleid an und hat ein immer noch wunderschönes Lächeln auf seinem armen, gequälten Mund. Er antwortet ihm: »Ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.«
Der reuige Schächer beruhigt sich, und da er die Gebete seiner Kinderzeit vergessen hat, wiederholt er wie ein Stoßgebet: »Jesus von Nazaret, König der Juden, erbarme dich meiner. Jesus von Nazaret, König der Juden, ich hoffe auf dich. Jesus von Nazaret, König der Juden, ich glaube an deine Gottheit.«
Der andere flucht weiter.
Der Himmel wird immer dunkler. Nun reißen die Wolken nur noch selten auf, um die Sonne scheinen zu lassen. Sie häufen sich in immer dickeren, bleiernen, weißen und grünlichen Schichten, schieben sich übereinander und verteilen sich dann wieder, je nach dem Verhalten eines kalten Windes, der von Zeit zu Zeit über den Himmel fegt, danach über die Erde, und sich dann wieder legt. Und die Atmosphäre ist fast noch unheimlicher, drückender und lebloser wenn er schweigt, als wenn er stark und schneidend weht und pfeift. ............5663

 
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