Heft 15 - Gedanken und Überlegungen

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Heft 15

 
Papst Johannes XXIII.
23. November 1969

Meine lieben Kinder. Ich bin zu euch gekommen um euch ein Geschenk zu machen. Die himmlische Mutter hat zu mir gesagt: „Gehe zu diesen Kindern, die Mich so innig bitten, und bringe ihnen einen Strahl der Güte Gottes, damit sie sich auf Mein grosses Fest gut vorbereiten und auf das Geburtsfest Meines Jesus.“ Und ich bin gekommen.
   Hier gebe ich euch einen Widerschein der Güte Gottes, und gleichzeitig mache ich euch einige Bemerkungen. Ihr alle und viele andere Personen nennen mich der gute Papst Johannes. Ich versichere euch, dass meine Güte nichts ebenbürtiges hat oder je gehabt hat mit der Güte Gottes.
   Ich habe mich mit Mühe angestrengt, die Tugenden zu üben, die uns dem Herzen Gottes teuer und den Menschen liebenswürdig machen, um ihnen ein wenig Gutes zu tun. Gewisse barsche und mürrische Manieren sollten zwischen Christen nicht existieren, denn Jesus hat deren nie gebraucht, und wir sollten Sein Abbild sein.
   Darum sage ich euch, dass ihr immer gut sein sollt auf dreifache Weise: Gut gegen Gott, indem ihr Ihn mit jener Liebe behandelt, die Ihn immer an den ersten Platz setzt und Ihm alles darbietet, Ihm, der uns alles gegeben hat. Gut unter euch, indem ihr versucht, alles von eurem Charakter zu entfernen, das die andern verletzt und ihnen Leid verursacht. Gut gegen jedermann, indem ihr jene Tugend zu üben sucht, die auf der Liebe gegründet ist und die verschiedene Namen trägt, je nach der Art mit der man sie übt.
   Manchmal heisst das, jene zu bekleiden, die nackt sind, manchmal, jenen zu essen zu geben, die Hunger haben, bisweilen wird es heissen, die Betrübten zu trösten, andere Male wird es sich darum handeln, die Kranken zu besuchen oder die Beleidigungen zu verzeihen; aber es wird immer ein Akt reiner Liebe sein, von jener Liebe, dank welcher Gott Mensch geworden ist und welche das Fundament innerer Religion ist.
   Alles, was ich euch gesagt habe, ist echte Güte, die, auch wenn sie niemand sieht, von jenem aufmerksamen Auge gesehen wird, der alle Menschen erschaffen und erlöst hat und die Rettung aller Menschen will, eben im Namen Seiner unendlichen Güte.
   Bei der Übung der Nächstenliebe unterscheidet man die Kinder Gottes und die wahren Christen, die am letzten Tage eben darüber gerichtet und geprüft werden. Meine Kinder. Ich segne euch und ich sage euch noch einmal: Seid gut! Ihr bereitet euch auf das Fest der Besten der Mütter vor und dann wird das Fest der Kindlein kommen und wer ist besser als die Kindlein? Manchmal nennt ihr sie böse, aber ihr täuscht euch. Ihr müsst sagen unruhig, lebhaft, sagt nie böse, denn die Bosheit setzt den Gebrauch der vollkommenen Vernunft voraus, aber in ihnen ist es nur unwiderstehlicher Trieb.
   Und wisst ihr, was ich euch sage? Seid gut wie die Kindlein. Seht wie sie bereit sind zu lieben und zu verzeihen, wie sie dankbar sind für das, was sie erhalten und bereit sind mit den andern das, was sie besitzen, zu teilen und wie sie sich freuen über die kleinsten Dinge. Seid auch ihr so. Macht, dass zuerst der Herr und dann alle anderen sagen können, dass ihr wirklich gut seid.
   Zu dir Sr. V., weisst du, was ich dir sage? Fahre fort, gut zu sein, wie du es bist.
Liebe Jesus, der in allen deinen Kranken gegenwärtig ist, und lehre diese Wahrheit den Töchtern, die mit dir arbeiten. Die Güte in den Spitälern ist unentbehrlich. Es ist der Ort der Schmerzen, es ist das Haus des gekreuzigten Jesus, es muss auch das Haus der Güte sein. Diene Jesus nur allein.
   Ich segne euch, meine Kinder; liebt einander und liebt alle. Darum werden sie begreifen, dass ihr Kinder Gottes seid und dass ihr mit der ewigen Belohnung rechnen könnt, die Gott den Guten bereithält.

Wachet und betet
27. November 1969

Meine liebe Tochter, beunruhige dich nicht, wenn Schlaflosigkeit oder anderes deinen Schlaf unterbrechen oder dich am Schlafen hindern. Es ist nötig zu beten und viel zu beten. Es ist nötig zu leiden und zu opfern. Deshalb wache und bete! Die Ereignisse folgen sich ununterbrochen, aber es besteht ein führender Faden, der sie leitet. Alles wird von der Hand Gottes weise geführt zum Wohle Seiner Geschöpfe, aber den Menschen ist der Grund unbekannt.
   Wachet und betet, denn ihr kennt weder die Stunde noch den Tag, an welchem der Tod kommen wird. Er wird kommen wie der Dieb, ohne sich anzumelden, aber er wird schnell kommen. Fürchtet den Tod nicht, aber seid bereit.
   Was dich betrifft, Meine Tochter, höre auf Mich. Beunruhige dich nicht über die Verleumdungen und über das, was du erleiden musst, auch von dem, der dich liebt und der dich unwillentlich leiden macht. Alles hat einen enormen Wert in deinem geistigen Leben. Es sind dies Meisselhiebe, die dazu dienen, der Statue die Vollkommenheit und den Wert zu geben.
   Verachte das nicht, was Gott als gut wertet und wisse in der Hand, die dich schlägt, den Willen des göttlichen Künstlers zu sehen, der sie belebt. Fahre fort, mit Glaube, mit Vertrauen und mit Liebe zu beten.


In Maria Meine Wohnung
29. November 1969

Meine Tochter, hier bin Ich, um dich auf das Fest der Mutter vorzubereiten. Es ist das liebste Fest Ihres Herzens, und damit du es mit Begeisterung und Freude feiern kannst, will Ich ausführlich mit dir darüber sprechen.
   Wisse also, dass dieses sanfte Geschöpf seit Seiner Geburt das Herz Gottes entzückte durch die Herrlichkeit der Gnade, mit der es bereichert wurde und durch alle dieser Gnade innewohnender Gaben und aus Ihm ein wundervolles Geschöpf machte.
   Kein Schatten von Fehler hat es je berührt, nicht einmal in Gedanken; noch mehr, da sich in Ihm die Gnade unaufhörlich vermehrte, dank Ihres Entsprechens, Ihres Willens und Ihres Wunsches, Gott in allem zu gefallen, hat sich diese wundervolle übernatürliche Schönheit, die kein Geschöpf je besessen hat noch besitzen wird solange die Welt existiert, unaufhörlich vermehrt.
   Ich hatte Mir in Maria Meine Wohnung vorbereitet, Mein Heiligtum, Mein Paradies. Und da Sie seit Ihrem Erscheinen auf der Erde mit der Vernunft begabt war, Gott aus Ihrem ganzen Herzen zu lieben, fühlte Ich Mich zu Ihr hingezogen wie der Vogel zu seinem Nest, der Schmetterling zur Blume, das Eisen zum Magnet.
   So wie Ich in der Erwartung, die hl. Eucharistie einzusetzen, sagen konnte:
„Ich wünsche glühend, Ostern mit euch zu feiern“, so in der Erwartung, Fleisch zu werden im Schosse Meiner Mutter, einer unendlichen Sehnsucht, dass Ich Mein Kommen auf die Erde fast vor verschoben hätte. Für Mich als Mensch gewordener Sohn Gottes stellt das Herz der Menschen eine grosse Anziehung dar, aber das Herz Meiner Mutter, so rein und so liebend, war das Heiligtum, das Ich glühend ersehnte. Durch Ihre Vermittlung würde Ich Mich der Welt zeigen. Darum habe Ich durch voraus empfangene Zueignung der Verdienste Meines Leidens und Meines Todes einen wohltuenden Regen auf Sie regnen lassen, die Sie an allen Tugenden fruchtbar machte.
   O wundervolles Geschöpf Gottes, das die Merkmale der menschlichen Natur behaltend so vollkommen erschien, dass es selbst die Engel übertraf! Obwohl Ihren Augen unsichtbar, waren viele Engel für Ihren Dienst bestimmt worden und mussten Sie vor aller Gefahr bewahren und Sie gegen die Dämonen verteidigen, die von Ihr ihre Beute machen wollten und Sie sehr hassten. Da Sie von der Erbsünde bewahrt wurde, fühlte Meine Mutter keine Neigung zum Bösen; aber Ihre Tugenden wurden bitter geprüft, und Sie übte sie in heroischem Grade. So wurde von Ihr der Glaube, die Hoffnung, die Liebe und die Frömmigkeit gegen Gott geübt; die Nächstenliebe, die Barmherzigkeit, die Geduld, die Demut gegen den Nächsten, die Abtötung, der Gehorsam, die Armut, die Keuschheit.
   Erfüllt vom Heiligen Geist, von welchem Sie Mich in Ihrem Schosse empfangen hatte, hütete Sie Ihn in ihrem Herzen und arbeitete mit Ihm an der Heiligung der Seelen und beschleunigte durch Ihren Wunsch und Ihre Liebe die Ankunft Meines Reiches. Als Mutter voll Weisheit hat Sie Mich belehrt, denn als Mensch wollte Ich das Bedürfnis haben zu lernen. Ihre Weisheit, die Sie vom Heiligen Geist empfangen hatte, hat Sie zur Lehrerin der werdenden Kirche gemacht, die Ich Ihr nach meiner Auferstehung anvertraut habe.
   Sie verfolgt Ihre Arbeit immer noch im Verlaufe der Jahrhunderte. Sie ist es, die Mich in die Herzen der Menschen trägt, macht, dass Ich gekannt und geliebt werde. Sie ist und wird immer Meine Mutter und Lehrerin sein. Als Miterlöserin der Menschen rettet Sie sie, indem Sie sich und Mich unaufhörlich dem Vater aufopfert, als Ich Kind war, sowie auch am Fusse des Kreuzes. Sie opfert Mich dem Vater in jeder hl. Messe auf und Sie opfert sich mit Mir auf als reines, heiliges und unbeflecktes Opfer.
   Erinnere dich an alles, was Ich dir gesagt habe, und lasse dich von Ihr führen, laufe hinter Ihr her, indem du die Spur Ihres Duftes, Ihrer Tugenden verfolgst. Sei wachsam, damit die Sünde nicht in dein Leben eintritt. Ich spreche von der bewussten und gewollten Sünde, denn Unvollkommenheiten wirst du immer haben. Strenge dich an, der Gnade zu entsprechen, um sie fortwährend zu vermehren und so deine Taten verdienstvoll zu gestalten. Vergiss nicht, dass du in jeder hl. Messe mit Meinem Opfer und jenem Meiner Mutter dein Opfer darbringen musst, welches unsere Gabe vervollkommnet.


Göttliche Inspiration
30. November 1969

Der Heilige Geist: Meine Kinder. Hier bin Ich um euch anzueifern und euch mit Liebe zu erfüllen. Ich bin der Heilige Geist, Geist des Vaters und des Sohnes. Ich bin Jener, welcher über die unförmige Masse der Erde plante und allem eine Ordnung und das Leben gab. Ich bin in den Schoss Mariens gekommen. Ich habe Sie überschattet, um Sie zur Mutter des Mensch gewordenen Sohnes Gottes zu machen. Sie empfing durch Mein Wirken, und als fruchtbare Mutter fuhr Sie fort, in der Kirche und in der Welt Meinen Kindern das Leben zu geben, und Ich führe Mein Werk durch Ihre Vermittlung fort.
   Meine Kinder, indem Ich auch eure Herzen brennend von Liebe mache, gebe Ich euch die Fähigkeit, mitzuarbeiten am erlösenden und fruchtbringenden Werk der Kirche.


Das geweihte Brot und der geweihte Wein
2. Dezember 1969

C: Jesus, willst Du zu mir über unser Verhalten zur hl. Eucharistie sprechen?
Jesus: Meine vielgeliebte Tochter. Das Geschenk der hl. Eucharistie ist die wertvollste Gabe der Liebe, das Ich den Menschen gewährt habe, das Mich inmitten von ihnen bleiben lässt, als Freund, Reisegefährte, Seelenspeise, Stütze in der Ermüdung, Trost im Schmerz, als betendes und wirksames Opfer.
   Ich hätte ihnen kein grösseres Geschenk machen können, als Mich selbst ganz und gar und für immer zu schenken. Ich hätte Mich nicht in einfacherer Form der dem Körper unentbehrlichsten Nahrungsmittel wie das Brot und der Wein, zeigen können, dass das Geschenk Meiner selbst unentbehrlich ist für das Leben der Seele und dass sich die Menschen dessen mit dem gleichen Eifer, mit dem gleichen Wunsch und der gleichen Häufigkeit speisen sollten.
   Ich nahm das aus Korn gemachte Brot, den Wein als Produkt der Traube, zwei Früchte der Erde, die einen gemeinsamen Gedanken ausdrücken, sei es durch die Ähre oder durch die Traube. Von diesem Brot und diesem Wein ist im Alten Testament prophetisch gesprochen worden, und es wurde voraus dargestellt durch das Manna, gefallen in der Wüste.
   Ich sprach davon zu Meinen Jüngern während Meinen drei Jahren öffentlichen Lebens, und Ich habe die hl. Eucharistie voraus dargestellt in der Brot- und Fischvermehrung. Aber ach, als Ich den Menschen versprach, Ihnen Mein Fleisch und Mein Blut als Nahrung zu geben, drehten sie Mir den Rücken zu und verstanden nicht oder wollten nicht glauben und verstehen.
   Dann kam der Meinem Tod vorausgegangene Hohe Donnerstag und auf die Art und Weise, wie du gut weisst, setzte Ich die hl. Eucharistie ein. Nachdem Ich Mein Herz ausgeschüttet hatte in einer mit Liebe erfüllten Rede und nachdem Ich die Füsse Meiner Apostel gewaschen hatte, um ihnen zu zeigen, dass es einer grossen Reinheit der Seele bedurfte, um an Meinem Tische teilzunehmen, habe Ich das Brot und den Wein in Meinen Leib und in Mein Blut verwandelt und Ich habe alle daran teilnehmen lassen, indem Ich ihnen den Auftrag gab, den Menschen mit dieser Geste der Liebe, mit diesem Wunder der Güte durch die Jahrhunderte weiterzufahren, in der ganzen Welt.
   Und da Ich jetzt wie damals glühend wünsche, Mich mit Meinen Kindern durch die Kirche zu vereinigen, rufe Ich sie alle auf, sich mit dieser übernatürlichen Nahrung zu speisen zu den gleichen Bedingungen: Reinheit des Gewissens, Liebe und Glaube.
   Beim ersten Eucharistischen Mal war Judas gegenwärtig, der in seinem Herzen schon über den Verrat nachdachte; und auch heute sind viele, die sich Mir nahen in einem Zustand nicht bloss des Todes, sondern auch der Verwesung und zwingen Mich, in ihr Herz einzukehren. Ich, der Gott des Lebens, muss Mich mit diesen Kadavern vereinigen, die in ihren Körpern wohnen.
   Die Sünde betrübt Mich in jeder Form, aber das Sakrilegium trifft Mich tiefer.
Darum habe Ich dich schon mehrere Male zur Sühne eingeladen. Alles, was der äussere Kult der hl. Eucharistie betrifft, ehrt Mich, wenn er von einem liebenden, aufrichtigen Herzen ausgeht ... Das Wichtigste ist, dass ihr keine übertünchten Gräber seid und dass die äussere Achtung das innere Gefühl ausdrückt. Wie sehr betrüben Mich die so oberflächlichen Seelen, die sich mehr um die äussere Haltung als um die Substanz kümmern.
   Die Kirche kann die Riten, die Zeremonien und die äussere Art der Teilnahme am hl. Opfer oder an der Art der Austeilung der Sakramente ändern, und die Gläubigen sind eingeladen zu gehorchen, um Gott zu loben. Was im Gegenteil unverändert bleibt, das ist die Substanz. Sprechen das verwandelte Brot und der Wein nicht von der Liebe Gottes zu euch und der Liebe, die euch mit euren Brüdern verbinden muss?
   Lädt euch das hl. Opfer, das dasjenige des Kreuzes erneuert, nicht ein, euch im gegenseitigen Einverständnis mit euren Brüdern aufzuopfern, die einen für die andern? Das ist die Hauptsache und alles übrige billigt Gott, wenn man im Gehorsam mit den kirchlichen Autoritäten, Meinen Priestern, Meiner Kirche mitarbeitet, um dem Gottesdienst die göttliche Würde zu geben, die Gott gebührt.


Der hl. Josef und die Unbefleckte Empfängnis
2. Dezember 1969

Hl. Josef: Meine Kinder. Ich habe vom Herrn diesen feinen Auftrag erhalten: eure Herzen für die Begegnung mit meiner lieben unbefleckten Braut vorzubereiten. Ich werde euch nicht viele Dinge sagen, denn nur einige sind nötig, um eure Gesinnung vollständig umzuwandeln, damit sie dem Vorbild, das euch vorgestellt wird, entspricht. Während Unseres gemeinsamen sterblichen Lebens betrachtete ich meine jungfräuliche Braut, wie man den Stern betrachtet, wenn man auf dem Meer ist. Und ich sah Ihr Licht und Sie diente mir als Führerin. Sie zeigte mir den Weg. Ihr Licht war nicht blendend, denn es war gemildert durch Ihre Demut die Sie so gut zu verbergen verstand, so dass meine Braut irgend eine Braut schien, irgend eine Mutter, irgendeine Person.
   
   Das ist die erste Tugend, die ihr in Ihr nachahmen müsst. Ihr habt besondere Gnadengaben erhalten, aber durch eure Demut müsst ihr so bescheiden sein, dass ihr wie alle andern zu sein scheint. Niemand kann sich als Richter jener aufwerten, die nicht tun was ihr tut, denn wenn ihnen eine höhere Gnade fehlte, sind sie nicht gehalten, so zu handeln wie ihr handelt. Liebt also diese schöne Tugend, die viele andere einschliesst und umfasst. Macht wie Maria es machte. Ihr werdet sehen, dass es euch leicht sein wird, wenig zu sprechen, viel zuzuhören und immer zu verzeihen. Und die Milde eures Lächelns und eurer Stimme wird eine ganz besondere Kraft auf die Seele jener haben, die euch umgeben.
   Noch etwas anderes will ich euch lehren: Ich betrachtete meine süsse Braut mit der Haltung und der Andacht, die mich in Ihr den Tabernakel Gottes entdecken liess Ja, liebe Kinder, Sie war und ist jenes Heiligtum Gottes, wo der sich hineinbegeben muss, der die Heiligkeit erreichen will. Bei Ihrem Herzen ist es schön auszuruhen und zu beten, zu arbeiten, zu leben und zu sterben. Es ist der beste Ort, wo es leicht ist, an Jesus zu denken und Ihn zu finden.
   So soll es auch bei euch sein. Ihr seid Gott geweiht worden. Und deshalb sollt ihr Jesu wahrer Tabernakel sein und durch euer gutes Betragen jene Personen zu Ihm hinziehen, die nichts anderes von euch erwarten, als das gute Beispiel.
   Ich segne euch, meine Kinder, und ich lade euch ein, euch meiner in diesen Tagen zu erinnern und mir nachzueifern in der Begrüssung, in der Verehrung, im Kennen und im Kennenlernen des süssen Geschöpfes, das der Herr mir zur Seite gestellt hat, damit Sie mir helfe, mich zu heiligen.


Bete so …
4. Dezember 1969

„Mein Jesus, aus Liebe gekreuzigt auf dem Kalvarienberg. Du, der Du Dein Opfer mystischerweise in der hl. Messe erneuerst zugunsten aller Menschen, nimm an die Hingabe, die ich Dir von mir selbst mache. Ich will mich jeden Augenblick mit Dir und durch Dich dem Vater aufopfern und Erbarmen für meine Brüder in der ganzen Welt erflehen. Nimm an meinen Wunsch, den ich im Herzen Deiner Mutter und unbefleckten Jungfrau hineinlege, damit Sie ihn so gut wie möglich verwirkliche.“

An einen Priester
6. Dezember 1969

Meine Tochter, du wirst folgenderweise zu Pater ... sprechen: „Mein vielgeliebter Sohn. Die Sehnsucht, die du nach dem Worte Gottes hast, um Meinen Willen zu erfüllen, ist Meinem Herzen sehr angenehm und tröstet Mich für viele, welche, obschon sie Meinen Willen kennen, rebellieren. Du, du hast immerhin deinen Oberen und die Regel. Im vollkommenen Gehorsam gegen sie kannst du dich heiligen und ein gutes Beispiel für die anderen sein.
   Dein Oberer hat einen besonderen Auftrag von Mir erhalten und du wirst mit ihm zusammenarbeiten können. Die Verbreitung der Verehrung Meines heiligen Antlitzes muss überall eindringen. Ich muss zu den härtesten Herzen sprechen und sie rühren. Belebe die Züge Meines Antlitzes mehr und mehr in dir.
   Behüte die Keuschheit. Liebe die Abtötung und die Busse. Möge die Dornenkrone, die Mein Haupt umgibt, und das Blut, das von Meiner Stirne rinnt, dir unaufhörlich von der Demut und von der Liebe sprechen und dich an die Einladung erinnern, Mich nachzuahmen und Meine Grösse anzuerkennen.
   Möge das Symbol des Königtums, das Meine Stirn umgürtet, in dir den Wunsch wecken, über das Herz des Menschen zu regieren und es möge dich anregen, dieses Apostolat, für welches du ins Kloster eingetreten bist, zu erfüllen. Du bist im Dienste des Königs. Erfülle ihn auf die beste Art. Feiere die göttlichen Mysterien mit Sammlung und Andacht, ohne Prahlerei, sondern mit richtiger Frömmigkeit. Denke jeden Tag an deine erste W. Messe, und denke, dass jede W. Messe die letzte sein könnte.
   Du trägst den Namen eines grossen Verehrers Meines Namens. Sei auch du ein solcher! Jede Tat oder jedes Unternehmen, welches du beginnst, tue in Meinem Namen. Dies wird dazu dienen, die vielen Flüche, die täglich gegen Mich geschleudert werden, zu sühnen.
   Liebe die Beschützerin des Menschenherzens, die unbefleckte Mutter. Sie wird deine Schritte lenken und dich in der Tugend stärken. Preise den Herrn und danke Ihm, dich vor so vielen Gefahren der Seele und des Leibes behütet zu haben. Denke daran, Mein Sohn, dass du zur Heiligkeit berufen bist und dass man sie nur nach und nach erwirbt, indem man im Guten ausharrt, die schlechten Neigungen mit Zähigkeit bekämpft, aber auch indem man sich nach jedem Fall sofort wieder erhebt.
   Liebe jedermann im Herrn. Sei vorsichtig und umsichtig, besonders mit den Frauen, denn die weibliche Schlauheit und jene des Teufels führen viele Mönche und Priester zur Verdammung. Liebe das Gebet, nicht nur als Rettung, sondern auch als Verteidigung.
   Empfange Meinen Segen und sei zufrieden, denn die Freude darf nie in einer Seele fehlen, die im Stande der Gnade lebt.

Wer auf Maria vertraut ist gerettet
8. Dezember 1969

Kinder erlaubt mir, voll Milde Mein Wort an euch zu richten und euch von der Mutter, der unbefleckten Jungfrau zu sprechen, die das schönste aus den Händen Gottes hervorgegangene Werk ist.
   Was werde Ich, Meine Mutter, von Dir sagen, um den Menschen Deine Grösse verstehen zu geben? Du bist die ganz Reine, die ganz Schöne. Du glänzest seit Ewigkeit vor Gott und raubst Ihm das Herz. Er sieht in Dir ein vollkommenes Werk, das bedeutungsvollste Werk der Weltgeschichte, da Du der erste Tabernakel Deines Sohnes sein solltest. Mutter, wie jene leuchtende Säule, das Mein Volk in der Wüste führte, sehe Ich Dich vor dem Gottesvolk noch leuchten, das die Kirche bildet und den Weg zum Himmel weist, deren Pforte Du bist.
   Ich sehe Dich erbarmend über das Elend dieses Gottesvolkes beugen, Du, Mutter der Barmherzigkeit. Ich sehe Dich besorgt für alles Elend, das die Menschheit verwirrt und bewegt. Du, die Du den Himmel und das Paradies mit Deinem Glanze erfreuen kannst, sende einen eifrigen Arzt, die Wunden der Seelen und der Körper zu heilen.
   Verachte nicht, Dich klein zu machen, um das Beispiel eines einfachen und bescheidenen Lebens zu geben. Du, vor der sich die ganze Schöpfung beugt, verschmähe nicht die Gemeinschaft mit den Demütigen und Sündern, die Du an
Dein Herz drückst und Kinder nennst, wie Dein Sohn es tat, bringst Du die Sünder zum Tisch, ohne Dich gedemütigt zu fühlen.
   Du bist gross, Mutter! Deine Macht gleicht der Meinen, so will es der Vater, und jede Gnade kommt von Mir und wird den Menschen durch Dich gewährt. Du bist mächtig und regierst über die Seelen, Du schenkst ihnen die Gnade wie durch einen kostbaren Kanal. Du regierst über die Körper der Menschen und schenkst ihnen die Gesundheit, indem Du jene Wunder wirkst, wozu dich Gott ermächtigt, wie eine himmlische Krankenschwester.
   Du bist der Ruhm des Paradieses und die Heiligen sind trunken von Deiner Schönheit. Du bist die duftende Rose, die sich sorgsam öffnet und allen ihren himmlischen Duft schenkt. Du bist auch die demütige Feldblume, die sich jeder pflücken kann, um sich daran zu erfreuen. Du bist jene weisse Lilie, die sich von der Erde zum Himmel erhebt, und hinter dem Duft Deiner Heiligkeit ziehst Du jene auserwählten Seelen nach, die sich nach Dir sehnen.
   O selige Mutter, glückliche Tochter, von Liebe erfüllte Braut, indem Du mit Deinen Tugenden die Heiligste Dreifaltigkeit entzückst, stellst Du Dich zwischen Gott und die Menschen; alle deckst Du mit Deinem Mantel zu, königlich und mütterlich zugleich, Du rufst alle zu Dir, um sie zu Gott zu führen.
   Ich danke Dir, Mutter, für Deine Güte, für die Kraft und den Glauben, womit Du der in Meiner Seele ausgegossenen Gnade entsprochen hast. Danke dafür, was Du in Mir wirkst und noch tust, um am Heil der Seelen mitzuarbeiten. Ich sehe Dich mit zerrissenem Herzen und voll Liebe. Wie gross Dein Schmerz und Deine Liebe ist, so gross wie das Meer.
   Kommt, Söhne, Meine Brüder, kommt zu Ihr. In Ihrem Herzen ist Platz für alle. Bietet euch Ihr an.
Niemand geht verloren, der Sie als Mutter erwählt hat.  Wer Meine Mutter ehrt macht Mir grosse Ehre.
Sie sitzt auf einem Thron der Herrlichkeit und erwartet euch, alle Menschen, um im himmlischen Jerusalem für Gott eine Krone zu bilden.
   Ich segne euch, Kinder, und mit Mir segnet euch die Unbefleckte. Für Sie erbitte Ich nur Liebe und Vertrauen.
Wer auf Sie vertraut ist gerettet!


Das hinreissende Beispiel
14. Dezember 1969

Mache also, dass die Menschen von deinem Beispiel mehr lernen, als von deinen Worten, denn diese fliegen fort, während das Beispiel hinreisst. Erinnere dich oft an diese Wahrheit, sie möge dir als Warnung dienen, damit du wirklich beispielhaft in deinem ganzen Wirken bist und in allem die Vollkommenheit suchst, die Gott wünscht und die die Menschen lieben und die so schwer zum Üben ist.
   Mache das, was du tust, auf vollkommene Art. Gib jeder deiner Handlungen eine reine Absicht, so dass alles zur Ehre Gottes diene und für das Wohl des Nächsten; so wird jede Tat zum guten Werk.
   Die Vollkommenheit in der Ausführung deiner Werke darf weder Anlass zur Pedanterie gegenüber den anderen werden noch darf sie dich in deinem Benehmen unangenehm machen, aber sie soll zum Anlass des Wetteifers im Üben der Nächstenliebe und der Demut werden.
   Sogar, wenn du Wunder wirken würdest in deinem Leben, wäre das nicht so nützlich, wie die Übung der oben erwähnten Tugenden; denn Wunder wirken beruht auf einer besonderen Erlaubnis Gottes, während die Tugend üben in seinen Augen verdienstvoll ist. Liebe es, mit dem Herrn durch die Gnade, den Glauben und das Gebet verbunden zu bleiben. Liebe es, ihn in die Welt zu tragen durch die Nächstenliebe und bewahre in deinem Herzen ein so grosses Gefühl von deinem Nichts, dass du auf nichts Anspruch erheben kannst von den anderen, nichts abschlagen, nichts fürchten, sagen oder machen, erhalten oder geben, das nicht von der Gewissheit begleitet ist, dass dir nichts geschuldet ist und dass du jedermann geben musst je nach deinen Möglichkeiten, allen mit Grosszügigkeit des Herzens.


Bete viel
15. Dezember 1969

Meine Tochter. Schwere Unglücke bedrohen Italien und die Welt. Fürchte nichts: dein Haus wird beschützt werden, aber du wirst viel zu leiden haben. Nimm von jetzt an alles an als Mittel der Heiligung und der Reinigung.
    Hilf Mir, Meine Tochter, zu viele Seelen verlieren sich. Ja, sie sind in das Laster getaucht und in die Orgien die sie Unterhaltung nennen.
    Meine Tochter, die Welt liegt in den letzten Zügen im Schmutz. Bete, opfere, leide und lasse viel beten. Das Gebet ist die Waffe, mit welcher ihr euch verteidigt; es ist die Stimme, mit welcher ihr um Erbarmen fleht. Macht, dass das Gebet in diesem Hause nie abbricht.


Jesus, was willst Du von mir ?
19. Dezember 1969

Meine Tochter, liebe alle mit reiner und aufrichtiger Liebe und achte nicht auf das, was von den anderen kommen kann. Die Schwachheiten, die Fehler, die Unvollkommenheiten und die Bosheiten des anderen dürfen dich nicht zurückschrecken, sie müssen dich sogar zur Vollkommenheit und zur Übung der Nächstenliebe aneifern, so dass du aus allem Nutzen ziehen kannst. Die Zeit, die Weihnachten vorausgeht ist die Zeit der Güte und des Verzeihens; versuche, die alten Bande der Liebe mit allen jenen wieder neu zu knüpfen, die sich von dir entfernt haben, oder mit jenen, von denen du dich entfernt hast. Eine Kleinigkeit kann bisweilen das Eis brechen und die Harmonie wieder herstellen.

20. Dezember 1969
 
Meine Tochter, das Wort Gottes ist Fleisch geworden in der Zeit und ist Mensch geworden, aber Sein Werk und Seine Fleischwerdung hat sich nicht auf die kurze Zeitspanne Seines irdischen Lebens begrenzt. Er wird fortwährend Fleisch in der W. Eucharistie und verwandelt sich in Speise für eure Seelen. Manchmal ist es auch Nahrung des Leibes, der nichts anderes bedarf als die tägliche Kommunion. Aber die gewöhnlichste Art und Weise, mit welcher das Wort Gottes sich den Men­schen mitteilt, ist das göttliche Wort. Es absorbiert den Geist, der es wünscht, bringt in die Herzen neue Gefühle von Frömmigkeit und Liebe, es regt den Willen zum Guten an und übersetzt sich in wunderbare Werke der Nächstenliebe.
   Es erzeugt also in der Seele, die danach lechzt, wie eine Fleischwerdung des Wortes. Gott enttäuscht jene nicht, die Ihn suchen mit dem Wunsch nach Wahr­heit und Liebe, denn Er, lebendiges Brot, vom Himmel herabgestiegen, weiss, dass die Seele der Nahrung bedarf wie der Leib, und Er freut sich, sich den nach Ihm Hungernden und Dürstenden zu geben, wie die zuvorkommendste und liebste der Mütter, die Ihre Kinder nicht vernachlässigen kann. Wünsche, liebe Mein gött­liches Wort und nähre dich mit Ihm; lass es sehend werden in deinen Handlungen und mögen diese vor den Menschen leuchten, damit sie Gott loben.

23. Dezember 1969
 
Meine Tochter, weiche nicht zurück vor den Opfern, denn sie sind Ausdruck der Liebe, mit welcher sie sich kundtun, nachdem sie gereift sind. Sie sind wie die Frucht der Liebe. Man kann nicht nur in Worten lieben. Es wäre eine Liebe wie ein Baum ohne Blüten und ohne Früchte.

Die Erde, ein irdisches Paradies
13. Januar 1970

Meine vielgeliebte Tochter, denke an die im kaum zu Ende gegangen Jahr erhaltenen unzählbaren Wohltaten, um dem Herrn fortwährend zu danken. Jeder Augenblick des Lebens ist eine Liebesgabe, deren Wert niemand ermessen kann, solange er auf Erden lebt. Sei also der Heiligen Dreifaltigkeit für die geduldige Arbeit dankbar, die Sie für deine Seele aufgewendet hat, um sie angenehmer zu machen und sie mit Tugenden und Verdiensten zu bereichern. Denke daran, dass die drei göttlichen Personen an jeder Seele mit einem viel grösseren Verlangen interessiert sind, als du dem Erfolg der guten Erziehung deiner Kinder widmest. Es gibt weder einen Augenblick, der nicht von Ihnen überwacht ist, noch eine Tat, die Sie nicht beobachten und beurteilen.
   Wären die Menschen der Stimme Gottes hörig und erfüllten danach ihre Pflichten, wäre die Erde ein irdisches Paradies. Es würden das Glück und der Friede regieren, sogar wenn der Schmerz, der das Erbe der Sünde ist, nicht fehlen würde.
   Ein Lebensjahr mehr bedeutet eine Anhäufung materieller und geistiger Gaben. Zahlreiche erhaltene Absolutionen, zahlreiche empfangene Kommunionen, zahlreiche gehörte heilige Messen, viele gute Eingebungen, gute gehörte Worte, die Gabe des Glaubens, jene mit Gott zu verkehren, mittels des Gebetes und auch für die anderen ein Mittel der Gnade zu werden. Das sind so grosse Gaben, dass sie Entsprechung und Grossmut verlangen. Sie sind wie die fünf Talente, die der Meister Seinem treuen Diener versprochen hat. Und jener, der sie empfängt, muss ihnen so entsprechen, indem er sie vervielfältigt.
   Ein vergangenes Jahr will sagen, viele Tränen, viele Mühsale und Leiden hinter sich zu lassen. Vielleicht erinnerst du dich ihrer unbestimmt noch mehr, sobald die Freude dem Kreuz folgt, vergisst du die vergangenen Leiden. Nicht gleich ist es für den Herrn, der, wenn du in Seiner Gnade gelitten hast, Augenblick für Augenblick deine Tränen gesammelt hat und deren Verdienst für die Ewigkeit hütet. Nichts bleibt ohne Preis von dem, was ihr auf der Erde vollbringt, wenn ihr im Lichte Gottes seid.
   Ein vorübergegangenes Jahr ist auch ein Jahr unendlicher Barmherzigkeit.
Ins Herz Gottes kannst du alles werfen, was Ihn beleidigt hat, und wie in einem glühenden Ofen kannst du alles vernichten, was an Unvollkommenen oder an Bösem dein Leben durchkreuzte oder befleckte. Alles wird vollständig zerstört werden von Gott bis zum Punkte, wo Er dieses Böse vergisst.
   Mache von dem, was ich dir gesagt habe, einen Gegenstand des Nachdenkens und des Dankes, nicht nur für dich, sondern für alle Glieder deiner Familie und für alle Menschen der Erde und bereite dich vor, dieses neue Jahr mit einem grossen Wunsch der Vollkommenheit zu verbringen.


Wer ist wie Gott
7. Januar 1970

C: Jesus, Du hast mich gerufen, hier bin ich.
Jesus: Meine viel geliebte Tochter, empfange Meine Liebe und Meinen Segen. Es sind nicht die Menschen, die die Begebenheiten lenken, sondern Gott. Lasse deshalb die Leute sich aufregen, um ihren Willen aufzuzwängen, um das Gute und die Taten der anderen zu bekämpfen. Du wirst standhaft bleiben und auf deinem Wege mit Freude und Friede weitergehen. Die Schlachten des Teufels gegen Meine Werke und gegen Meine Kinder sind nicht weniger mühsam, als jene des Menschen, die ihm helfen und sich von ihm verführen und führen lassen, der schlau und intelligent ist. Aber „Wer ist wie Gott?“ sagt der hl. Erzengel Michael. Sage es auch du zu dir selbst „Wer ist wie Gott?“ und sei überzeugt, dass die Macht, die Weisheit und die Vorsehung Gottes die Schlauheit, die Verschlagenheit und die Bosheit des Teufels und seiner Gesellen bei weitem übertreffen.
   „Wer ist wie Gott?“ Sage es allen jenen, die mit dir beten kommen und Gutes tun, denn viele Personen, obwohl sie einen grossen Glauben bekunden, zweifeln an der Macht Gottes und vermuten den Bösen stärker als Ihn. Möge dieser Schrei, der schon die rebellischen Engel besiegte und demütigte, deine Waffe sein für die persönliche Verteidigung gegen alle Feinde der Seele und des Körpers. Er sei auch die Festung, die deine Mission, dein Werk verteidigt gegen die Feinde, die sie zerstören möchten.
   Bewahre den Frieden und die Freude sogar in diesen Schlachten und bereite dich auf immer neue Widerwärtigkeiten vor, denn wenn ihr die Gewohnheit habt zu sagen „viele Feinde, viele Ehren“, kann Ich dir sagen, dass die grossen ewigen Freuden ausgeteilt werden im Verhältnis zu den gewonnenen und geführten Schlachten, natürlich zu Meiner Ehre und für die Verteidigung der Wahrheit.

Die Hingabe sichert den Frieden
10 Januar 1970

Meine viel geliebte Tochter. Empfange den Überfluss Meiner Gnaden und Meiner Gaben. Werde wieder ein kleines Kind, um Mir gefallen zu können und indem du dich in Meine Arme flüchtest und du im Frieden mit dir selbst, mit dem Nächsten und mit Gott leben kannst. Nur die vollkommene Hingabe sichert dir den Frieden.
   Ich beschäftige Mich unaufhörlich mit dir. Ich sorge für deine Bedürfnisse, während du dich mit dem beschäftigst, was Mich und Mein Königreich betrifft. Du hast alles zu gewinnen, denn die vollständige Hingabe bewegt Mich so sehr, dass Ich Mich an deine Stelle setze und dass Ich Wunder der Liebe wirke.


Das geweihte Wasser
10 Januar 1970

Meine Tochter, alles, was du von mir verlangst, wird dir gewährt. Vermehre deinen Glauben und dein Vertrauen. Ich segne das Wasser, das auf den Altar Meiner Mutter gestellt wird, wo es dazu dienen wird, den Kranken die Gesundheit zu geben und die Sünder zu bekehren. Allen wird es den Frieden und die Freude geben. Fürchte nichts. Ich bin die unendliche Barmherzigkeit und Ich segne jene,
die sich mit Gedanken des Friedens an Mich wenden.
   Das Blut aus dem Bild Meiner Mutter ist ein Ruf zum Gebet und zur Busse.
(Es handelt sich um eine Muttergottesstatue, welche jemandem der Gruppe gehörte und auf dem Altar der Kapelle während den Gebetszusammenkünften aufgestellt war. Sie vergoss Blutstropfen aus der Herzgegend kommend.)

Die Würde der Getauften
10 Januar 1970

Meine lieben Kinder. Um die Gabe, die Ich euch gegeben habe, zu bestätigen, indem Ich das Wasser gesegnet habe, das ihr den Kranken bringen werdet und das ihr den Personen, ferne von Mir, zu trinken geben werdet, komme ich selbst, Mein Wort an euch zu richten.
   Es ist ein Wort durchtränkt von Friede und Liebe, indem es euch ankündigt, dass das Leben dieser Welt kurz und vergänglich ist, verspricht es euch die ewige Herrlichkeit. Es lädt euch ein von dieser kurzen Periode von Prüfungen, eine Periode von Hingabe und Liebe zu machen und den Glauben, den man euch in der Taufe geschenkt hat zu bezeugen.
   Meine Kinder, erlaubt, dass gerade Heute, am Tage, wo sich die Kirche Meiner Taufe am Jordan erinnert, Ich in diesem Moment, genau an jenem Tage, an dem Ich auch euer Wasser segnete, Ich euch an den Tag erinnere, wo das geweihte Wasser, das euer Haupt berührte, eure Seele reinigte und euch in Meinen mystischen Leib einpflanzte, indem es aus euch arme menschliche Geschöpfe, Adoptivkinder Gottes und Meiner Brüder machte.
   Meine Kinder, Ich bitte euch, euch immer und überall eurer Würde eingedenk zu sein. Ihr seid keine einfachen Kreaturen mit eintägigem Leben und bestimmt unterzugehen, sondern es gibt in euch ein göttliches Leben, das weder die Zeit noch der Teufel, noch irgendein Ereignis je zerstören kann. Ihr seid bestimmt, ewig und im Lichte Gottes zu leben, teilnehmend an Seinem Glück und an Seiner Glorie.
   Ich bitte euch deshalb vor Gott und den Menschen, euch nie zu schämen, Meine Jünger und die Kinder der Erlösung zu sein. Seid stolz, euren Glauben zu praktizieren. Seid ergebene Kinder jener von Mir eingesetzten Kirche und einzige Verwalterin des Glaubens. Gehorcht dem Papst Paul VI., betet für ihn, seid mit ihm und fürchtet nie, euch zu verlieren, wenn ihr an der Barke Petri festhaltet, die trotz der Stürme immer siegreich sein wird, denn der erste Steuermann neben ihm bin Ich, der immer siegreiche Sohn Gottes.
   Meine Kinder, der Glaube nimmt mit der Übung zu, und darum segne Ich diesen Ort, wo ihr mit dem Gebet und mit der Übung der Nächstenliebe euren Glauben vermehrt, indem ihr ihn übt. Der Glaube ist ein grosses Geschenk, um das ihr Gott unaufhörlich bitten und das ihr verbreiten müsst, nicht nur durch das Beispiel, sondern auch durch das Wort. Möge euer erleuchtetes Wort voll Güte die Verirrten in den Schoss der Kirche zurückrufen, damit der Vater alle seine Lieblingskinder wieder umarmend, mit allen die grosse Rückkehr feiern kann.
   Ich segne euch, Meine lieben Kinder und Ich bitte euch, entfernt euch nie von Meinem Herzen durch die Sünde. Ich versichere euch, dass, wenn ihr Mich hütet wie ein grosser Freund, Ich euch grosse Tröstungen bringen werde, dank welcher euch die Dinge dieser Erde sehr wertlos scheinen werden, und ihr werdet glücklich sein. Meine Kinder, Ich sage zu jedem: „Verlasse dich auf Mich, denn Ich enttäusche niemanden, und Ich will einzig dein Wohl. Liebe Mich, und alles wird für dich leicht sein.“ Meine Mutter segnet euch mit Mir und liebt euch.


 
 
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