Heft 15 - Gedanken und Überlegungen

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Heft 15

 
 
 
Das geweihte Brot und der geweihte Wein
2. Dezember 1969

C.:  Jesus, willst Du zu mir über unser Verhalten zur hl. Eucharistie sprechen?

Jesus: Meine vielgeliebte Tochter. Das Geschenk der hl. Eucharistie ist die wertvollste Gabe der Liebe, das Ich den Menschen gewährt habe, das Mich inmitten von ihnen bleiben lässt, als Freund, Reisegefährte, Seelenspeise, Stütze in der Ermüdung, Trost im Schmerz, als betendes und wirksames Opfer.
   
   Ich hätte ihnen kein grösseres Geschenk machen können, als Mich selbst ganz und gar und für immer zu schenken. Ich hätte Mich nicht in einfacherer Form der dem Körper unentbehrlichsten Nahrungsmittel wie das Brot und der Wein, zeigen können, dass das Geschenk Meiner selbst unentbehrlich ist für das Leben der Seele und dass sich die Menschen dessen mit dem gleichen Eifer, mit dem gleichen Wunsch und der gleichen Häufigkeit speisen sollten.
   Ich nahm das aus Korn gemachte Brot, den Wein als Produkt der Traube, zwei Früchte der Erde, die einen gemeinsamen Gedanken ausdrücken, sei es durch die Ähre oder durch die Traube. Von diesem Brot und diesem Wein ist im Alten Testament prophetisch gesprochen worden, und es wurde voraus dargestellt durch das Manna, gefallen in der Wüste.
   Ich sprach davon zu Meinen Jüngern während Meinen drei Jahren öffentlichen Lebens, und Ich habe die hl. Eucharistie voraus dargestellt in der Brot- und Fischvermehrung. Aber ach, als Ich den Menschen versprach, Ihnen Mein Fleisch und Mein Blut als Nahrung zu geben, drehten sie Mir den Rücken zu und verstanden nicht oder wollten nicht glauben und verstehen.
   Dann kam der Meinem Tod vorausgegangene Hohe Donnerstag und auf die Art und Weise, wie du gut weisst, setzte Ich die hl. Eucharistie ein. Nachdem Ich Mein Herz ausgeschüttet hatte in einer mit Liebe erfüllten Rede und nachdem Ich die Füsse Meiner Apostel gewaschen hatte, um ihnen zu zeigen, dass es einer grossen Reinheit der Seele bedurfte, um an Meinem Tische teilzunehmen, habe Ich das Brot und den Wein in Meinen Leib und in Mein Blut verwandelt und Ich habe alle daran teilnehmen lassen, indem Ich ihnen den Auftrag gab, den Menschen mit dieser Geste der Liebe, mit diesem Wunder der Güte durch die Jahrhunderte weiterzufahren, in der ganzen Welt.
   Und da Ich jetzt wie damals glühend wünsche, Mich mit Meinen Kindern durch die Kirche zu vereinigen, rufe Ich sie alle auf, sich mit dieser übernatürlichen Nahrung zu speisen zu den gleichen Bedingungen: Reinheit des Gewissens, Liebe und Glaube.
   Beim ersten Eucharistischen Mal war Judas gegenwärtig, der in seinem Herzen schon über den Verrat nachdachte; und auch heute sind viele, die sich Mir nahen in einem Zustand nicht bloss des Todes, sondern auch der Verwesung und zwingen Mich, in ihr Herz einzukehren. Ich, der Gott des Lebens, muss Mich mit diesen Kadavern vereinigen, die in ihren Körpern wohnen.
   Die Sünde betrübt Mich in jeder Form, aber das Sakrilegium trifft Mich tiefer.
Darum habe Ich dich schon mehrere Male zur Sühne eingeladen. Alles, was der äussere Kult der hl. Eucharistie betrifft, ehrt Mich, wenn er von einem liebenden, aufrichtigen Herzen ausgeht ... Das Wichtigste ist, dass ihr keine übertünchten Gräber seid und dass die äussere Achtung das innere Gefühl ausdrückt. Wie sehr betrüben Mich die so oberflächlichen Seelen, die sich mehr um die äussere Haltung als um die Substanz kümmern.
   Die Kirche kann die Riten, die Zeremonien und die äussere Art der Teilnahme am hl. Opfer oder an der Art der Austeilung der Sakramente ändern, und die Gläubigen sind eingeladen zu gehorchen, um Gott zu loben. Was im Gegenteil unverändert bleibt, das ist die Substanz. Sprechen das verwandelte Brot und der Wein nicht von der Liebe Gottes zu euch und der Liebe, die euch mit euren Brüdern verbinden muss?
   Lädt euch das hl. Opfer, das dasjenige des Kreuzes erneuert, nicht ein, euch im gegenseitigen Einverständnis mit euren Brüdern aufzuopfern, die einen für die andern? Das ist die Hauptsache und alles übrige billigt Gott, wenn man im Gehorsam mit den kirchlichen Autoritäten, Meinen Priestern, Meiner Kirche mitarbeitet, um dem Gottesdienst die göttliche Würde zu geben, die Gott gebührt.

Bete so …
4. Dezember 1969

„Mein Jesus, aus Liebe gekreuzigt auf dem Kalvarienberg. Du, der Du Dein Opfer mystischerweise in der hl. Messe erneuerst zugunsten aller Menschen, nimm an die Hingabe, die ich Dir von mir selbst mache. Ich will mich jeden Augenblick mit Dir und durch Dich dem Vater aufopfern und Erbarmen für meine Brüder in der ganzen Welt erflehen. Nimm an meinen Wunsch, den ich im Herzen Deiner Mutter und unbefleckten Jungfrau hineinlege, damit Sie ihn so gut wie möglich verwirkliche.“

An einen Priester
6. Dezember 1969

Meine Tochter, du wirst folgenderweise zu Pater ... sprechen: „Mein vielgeliebter Sohn. Die Sehnsucht, die du nach dem Worte Gottes hast, um Meinen Willen zu erfüllen, ist Meinem Herzen sehr angenehm und tröstet Mich für viele, welche, obschon sie Meinen Willen kennen, rebellieren. Du, du hast immerhin deinen Oberen und die Regel. Im vollkommenen Gehorsam gegen sie kannst du dich heiligen und ein gutes Beispiel für die anderen sein.
   Dein Oberer hat einen besonderen Auftrag von Mir erhalten und du wirst mit ihm zusammenarbeiten können. Die Verbreitung der Verehrung Meines heiligen Antlitzes muss überall eindringen. Ich muss zu den härtesten Herzen sprechen und sie rühren. Belebe die Züge Meines Antlitzes mehr und mehr in dir.
   Behüte die Keuschheit. Liebe die Abtötung und die Busse. Möge die Dornenkrone, die Mein Haupt umgibt, und das Blut, das von Meiner Stirne rinnt, dir unaufhörlich von der Demut und von der Liebe sprechen und dich an die Einladung erinnern, Mich nachzuahmen und Meine Grösse anzuerkennen.
   Möge das Symbol des Königtums, das Meine Stirn umgürtet, in dir den Wunsch wecken, über das Herz des Menschen zu regieren und es möge dich anregen, dieses Apostolat, für welches du ins Kloster eingetreten bist, zu erfüllen. Du bist im Dienste des Königs. Erfülle ihn auf die beste Art. Feiere die göttlichen Mysterien mit Sammlung und Andacht, ohne Prahlerei, sondern mit richtiger Frömmigkeit. Denke jeden Tag an deine erste W. Messe, und denke, dass jede W. Messe die letzte sein könnte.
   Du trägst den Namen eines grossen Verehrers Meines Namens. Sei auch du ein solcher! Jede Tat oder jedes Unternehmen, welches du beginnst, tue in Meinem Namen. Dies wird dazu dienen, die vielen Flüche, die täglich gegen Mich geschleudert werden, zu sühnen.
   Liebe die Beschützerin des Menschenherzens, die unbefleckte Mutter. Sie wird deine Schritte lenken und dich in der Tugend stärken. Preise den Herrn und danke Ihm, dich vor so vielen Gefahren der Seele und des Leibes behütet zu haben. Denke daran, Mein Sohn, dass du zur Heiligkeit berufen bist und dass man sie nur nach und nach erwirbt, indem man im Guten ausharrt, die schlechten Neigungen mit Zähigkeit bekämpft, aber auch indem man sich nach jedem Fall sofort wieder erhebt.
   Liebe jedermann im Herrn. Sei vorsichtig und umsichtig, besonders mit den Frauen, denn die weibliche Schlauheit und jene des Teufels führen viele Mönche und Priester zur Verdammung. Liebe das Gebet, nicht nur als Rettung, sondern auch als Verteidigung.
   Empfange Meinen Segen und sei zufrieden, denn die Freude darf nie in einer Seele fehlen, die im Stande der Gnade lebt.

Wer auf Maria vertraut ist gerettet
8. Dezember 1969

Kinder erlaubt mir, voll Milde Mein Wort an euch zu richten und euch von der Mutter, der unbefleckten Jungfrau zu sprechen, die das schönste aus den Händen Gottes hervorgegangene Werk ist.
   Was werde Ich, Meine Mutter, von Dir sagen, um den Menschen Deine Grösse verstehen zu geben? Du bist die ganz Reine, die ganz Schöne. Du glänzest seit Ewigkeit vor Gott und raubst Ihm das Herz. Er sieht in Dir ein vollkommenes Werk, das bedeutungsvollste Werk der Weltgeschichte, da Du der erste Tabernakel Deines Sohnes sein solltest. Mutter, wie jene leuchtende Säule, das Mein Volk in der Wüste führte, sehe Ich Dich vor dem Gottesvolk noch leuchten, das die Kirche bildet und den Weg zum Himmel weist, deren Pforte Du bist.
   Ich sehe Dich erbarmend über das Elend dieses Gottesvolkes beugen, Du, Mutter der Barmherzigkeit. Ich sehe Dich besorgt für alles Elend, das die Menschheit verwirrt und bewegt. Du, die Du den Himmel und das Paradies mit Deinem Glanze erfreuen kannst, sende einen eifrigen Arzt, die Wunden der Seelen und der Körper zu heilen.
   Verachte nicht, Dich klein zu machen, um das Beispiel eines einfachen und bescheidenen Lebens zu geben. Du, vor der sich die ganze Schöpfung beugt, verschmähe nicht die Gemeinschaft mit den Demütigen und Sündern, die Du an
Dein Herz drückst und Kinder nennst, wie Dein Sohn es tat, bringst Du die Sünder zum Tisch, ohne Dich gedemütigt zu fühlen.
   Du bist gross, Mutter! Deine Macht gleicht der Meinen, so will es der Vater, und jede Gnade kommt von Mir und wird den Menschen durch Dich gewährt. Du bist mächtig und regierst über die Seelen, Du schenkst ihnen die Gnade wie durch einen kostbaren Kanal. Du regierst über die Körper der Menschen und schenkst ihnen die Gesundheit, indem Du jene Wunder wirkst, wozu dich Gott ermächtigt, wie eine himmlische Krankenschwester.
   Du bist der Ruhm des Paradieses und die Heiligen sind trunken von Deiner Schönheit. Du bist die duftende Rose, die sich sorgsam öffnet und allen ihren himmlischen Duft schenkt. Du bist auch die demütige Feldblume, die sich jeder pflücken kann, um sich daran zu erfreuen. Du bist jene weisse Lilie, die sich von der Erde zum Himmel erhebt, und hinter dem Duft Deiner Heiligkeit ziehst Du jene auserwählten Seelen nach, die sich nach Dir sehnen.
   O selige Mutter, glückliche Tochter, von Liebe erfüllte Braut, indem Du mit Deinen Tugenden die Heiligste Dreifaltigkeit entzückst, stellst Du Dich zwischen Gott und die Menschen; alle deckst Du mit Deinem Mantel zu, königlich und mütterlich zugleich, Du rufst alle zu Dir, um sie zu Gott zu führen.
   Ich danke Dir, Mutter, für Deine Güte, für die Kraft und den Glauben, womit Du der in Meiner Seele ausgegossenen Gnade entsprochen hast. Danke dafür, was Du in Mir wirkst und noch tust, um am Heil der Seelen mitzuarbeiten. Ich sehe Dich mit zerrissenem Herzen und voll Liebe. Wie gross Dein Schmerz und Deine Liebe ist, so gross wie das Meer.
   Kommt, Söhne, Meine Brüder, kommt zu Ihr. In Ihrem Herzen ist Platz für alle. Bietet euch Ihr an.
Niemand geht verloren, der Sie als Mutter erwählt hat.  Wer Meine Mutter ehrt macht Mir grosse Ehre.
Sie sitzt auf einem Thron der Herrlichkeit und erwartet euch, alle Menschen, um im himmlischen Jerusalem für Gott eine Krone zu bilden.
   Ich segne euch, Kinder, und mit Mir segnet euch die Unbefleckte. Für Sie erbitte Ich nur Liebe und Vertrauen.
Wer auf Sie vertraut ist gerettet!


 
 
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